
Anonymus (18. Jahrhundert)
Lukas-Passion
Fassung für Tenor (Evangelist), Bass (Jesus), Chor (SAM) und Instrumentalquartett (Flöte, Violine, Orgel und Violoncello)
Eine Passion aus Bachs Leipziger Umfeld – neu erschlossen für kleinere Ensembles.
Die sogenannte Lukas-Passion BWV 246 gehört zu jenen faszinierenden Werken, die eng mit Johann Sebastian Bach verbunden sind, deren Verfasser jedoch unbekannt geblieben ist. Bach und sein Sohn Carl Philipp Emanuel überlieferten das Werk um 1730/31; für Leipzig sind Aufführungen in den Jahren 1732 und 1743 verzeichnet.
Jonathan Heinrich hat die rund zweistündige Passion nun für Solo-Tenor, Solo-Bass, dreistimmigen Chor und ein Instrumentalquartett aus Flöte, Violine, Orgelpositiv und Violoncello eingerichtet. Der Tenor übernimmt sowohl die Partie des Evangelisten als auch die Arien, der Bass singt die Worte Jesu. Die Soliloquenten treten aus dem Chor hervor.
Die Kammerfassung versteht sich nicht als bloße Verkleinerung: Sie überführt das Werk in einen transparenten, unmittelbaren und erzählerischen Klangraum. So wird die Lukas-Passion auch für kleinere Vokalensembles, Kirchen, Kapellen und Konzertsäle realisierbar.
Besondere dramaturgische Akzente setzen der a cappella gesungene Schlusschoral des ersten Teils und die letzte Arie, in der der Chor mit einem Choral zur Solostimme hinzutritt – auf Wunsch räumlich abgesetzt als Fernchor.
